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Interview mit Rechtsanwältin und Gründerin Malika Bibiz

Wir haben unsere Kundin Malika Bibiz, die gleichzeitig auch Gründerin ist, in einem Interview nach ihren Erfahrungen bei der Gründung ihrer Kanzlei gefragt.

Wir denken, dass Sie aus dem folgenden Interview wertvolle Tipps mitnehmen können, die Ihnen ggf. Ihre Entscheidung für oder gegen eine Gründung erleichtern könnten.

 

Legalvisio: Können Sie sich den Lesern bitte kurz vorstellen?

Frau Bibiz: Mein Name ist Malika Bibiz, ich bin 32 Jahre alt und Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Ausländerrecht und Sozialversicherungsrecht in Offenbach am Main.

 

Legalvisio: Was waren die Gründe dafür, dass Sie sich dazu entschieden haben Ihre eigene Kanzlei zu gründen und nicht in einer bereits bestehenden Kanzlei oder in einem Unternehmen zu arbeiten?

Frau Bibiz: Als Mutter von zwei kleinen Kindern wollte ich agil bleiben. Meine Arbeitszeit und meinen Arbeitsort selbst bestimmen zu können sind für mich essenziell für die Planung meines Alltags. Daher wollte ich von Beginn an meine eigene Kanzlei gründen.

 

Legalvisio: Bedarf es eines großen finanziellen Aufwands eine Kanzlei zu gründen?

Frau Bibiz: Eigentlich gar nicht, die Zulassungsgebühren sind überschaubar und auch sonstiges Büromaterial ist recht günstig zu beschaffen. Dank der digitalen Möglichkeiten heutzutage ist selbst die Einrichtung einer aufwendigen Serverstruktur nicht mehr nötig, dank cloudbasierter Anwaltssoftware.

 

Legalvisio: Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Gründung der Kanzlei?

Frau Bibiz: Tatsächlich die Frage nach der IT-Ausstattung, die mich bei meinem Anwältin-Dasein begleiten würde. Nachdem ich die Zulassungsurkunde in den Händen hielt und ich bereits Anfragen bekommen habe in ausländerrechtlichen Angelegenheiten tätig zu werden, brauchte ich dringend eine leicht verständliche Software, die mich nicht für den Moment begleitet, sondern dauerhaft unterstützt. Es war mir wichtig eine Software zu nutzen, die selbsterklärend ist.

 

Legalvisio: Wie kam es zu der Entscheidung sich im Rechtsgebiet Ausländerrecht zu spezialisieren?

Frau Bibiz: Die Komplexität des Rechtsgebiets mit seinen Katalogen und Ausnahmetatbeständen beeindruckt mich. Es gibt (fast) nichts, was nicht geregelt ist. Für Mandanten ist es häufig ein „ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“, für mich ist es ein „ich habe den Durchblick“. Ich wachse mit den Fragestellungen meiner Mandanten.

 

Legalvisio: Haben Sie schon die ersten Mandanten gewinnen können und wenn ja, war es leicht für Sie die ersten Mandanten zu gewinnen?

Frau Bibiz: Da es im ausgewählten Rechtsgebiet viele Fragezeichen gibt und dank der Sprachen, die ich spreche, ist die Kundengewinnung kein Problem.

Legalvisio: Arbeiten Sie zurzeit im Homeoffice oder im Büro?

Frau Bibiz: Derzeit arbeite ich im Homeoffice. 

Legalvisio: Können Sie Studierenden die gerade vor der Entscheidung stehen sich entweder als Anwältin oder Anwalt mit einer Kanzlei selbständig zu machen irgendwelche Tipps oder Empfehlungen geben?

Frau Bibiz: Die meisten Studierenden konzentrieren sich während des Studiums auf die Einstiegschancen in Großkanzleien. Ließe man aber bereits während des Studiums von diesem Ehrgeiz ab und würde man Praktika in „Kanzleien von nebenan“ absolvieren, erhielten Studierende frühzeitig ein realistisches Bild von Akquise, Aktenführung und „alltäglichen Fällen“.

Legalvisio: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit Ihrer Kanzlei!

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