Im November 2023 ist so einiges rund um das Thema KI auf der Welt geschehen – bzw. in nur in den USA, was ein kleines Armutszeugnis für die EU ist. Zum einen ist ein schon fast vergessener Big Player wieder aufgetaucht, nämlich Meta. Zwar nicht wegen eines bahnbrechenden Ergebnisses, sondern wegen dem Abbau der KI-Regulierung, aber immerhin! Und natürlich geht es um OpenAI und die Achterbahnfahrt des Sam Altman. Ebenso bei OpenAI soll es auch eine wirklich technische Revolution gegeben haben, nämlich eine sogenannte AGI. Was für Auswirkungen haben all diese Revolutionen auf die KI-Welt, auf die Rechtsbranche und auf die Welt generell? Hier ein genauerer Blick:
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1. Meta, wer war das nochmal?
Es ist nicht zynisch gemeint, wenn bei vielen zunächst erstmal überlegt werden muss, was denn Meta eigentlich ist. Meta ist der Mutterkonzern von Facebook/Whatsapp sowie sehr vielen weiteren Technologieunternehmen. Doch vor allem ist Meta Marc Zuckerberg. Und dieser scheint sich vor einigen Jahren tatsächlich verzockt zu haben. Und zwar, als er sich mit seinem gesamten Konzern auf das Thema „MetaVerse“ fokussierte. Damals klang das sinnvoll und auch heute ist keineswegs davon zu sprechen, dass es eine Fehlinvestition war. Allerdings ist der wohl erhoffte kurzfristige Erfolg ausgeblieben. Stattdessen kam nun das Thema KI auf und verdrängte spätestens damit Meta in den Hintergrund, die sich zumindest nicht als Priorität damit befasst hatten.
2. Wie steht es um Meta?
Jedoch ist es auch nicht so, als hätte Meta nichts mehr zu melden. Es handelt sich um einen Technologie-Giganten mit enormen finanziellen Mitteln und gerade in der letzten Zeit ist es häufig vorgekommen, dass Unternehmen ihre Projekte eher „geheim“ entwickelt haben und dann, mit großer Überraschung vor allem für ihre Konkurrent, auf einen Schlag veröffentlichten. Und mit einem Zukunftsvisionär an der Spitze, der durchaus weiß, wie man sich erfolgreich Technologie für die Zukunft massentauglich macht, hat natürlich auch Meta nicht die KI-Entwicklung verschlafen. Sie können nur ebne bisher nicht mit den sensationellen und medienwirksamen Erfolgen der Konkurrenz mithalten, während gleichzeitig die wenigsten Unternehmen im Metaverse ihr Häuschen bauen, sondern lieber ein eigenes ChatGPT entwickeln.


3. Die technische „Revolution“ bei Meta
Und dennoch gibt es sogar eine eigene kleine technische Neuerung bei Meta hinsichtlich KI. Es schlägt nur weniger Wellen, obwohl es vielleicht sogar einige 100 Millionen Menschen mehr erreichen wird, als OpenAI ist einem Jahr geschafft hat. Meta möchte bei Whatsapp KI einsetzen. Bei Milliarden an Usern ist das eigentlich eine extrem große Ankündigung, doch leider ist sie eben technisch nicht gerade disruptiv. Der Einsatz der KI wird nicht wirklich konkret bestimmt und so muss gemutmaßt werden, dass es um etwas wie KI-gestützte Autokorrektur oder vielleicht höchstens eine generative KI geht, die aber an GPT4 wohl nicht herankommt.
Und hier zeigt sich: Es ist entscheidend, ob man in dieser Branche das Tempo und die Richtung vorgibt, oder ob man wie alle anderen nur auf einen Hype aufspringt und das Thema für die eigenen Produkte einzusetzen versucht. Dass Bosch eben GPT nun im eigenen Unternehmen einsetzt ist eben weniger spannend, als wenn Bosch ChatGPT eigens entwickelt hätte.
4. Die eigentliche Revolution bei Meta
Viel spannender und entscheidender ist jedoch eine Revolution, die mit Technologie an sich zunächst nichts zu tun hat. Es geht um die Schlagzeile, dass Meta seine Abteilung zur KI-Regulierung auflöst. Zunächst ist lobenswert, dass es diese Abteilung überhaupt gab, denn das ist natürlich nicht zwingend. Vielmehr haben Unternehmen dies nur auf den Druck der Gesellschaft hin. Gerade in den USA gibt es hier kein strenges Recht und auch die Rechtsprechung im Land der freien Möglichkeiten hält sich stark zurück.
Gleichzeitig muss man auch beachten, dass eine In-House-Kontrolle selbstverständlich weniger genau hinsieht oder hinsehen kann/darf, als eine externe oder gar staatliche Stelle. Doch nun gibt es eben nicht einmal dies mehr bei Meta und das wirft mehrere Fragen auf. Wieso wurde die Ateilung aufgelöst? Natürlich ist sie lästig, aber Meta muss dann ja tatsächlich etwas in der Entwicklung haben, das bei einer Regulierung Probleme bekommen würde. Was heißt das für die Zukuft? Nun ja, man macht den Weg natürlich frei für enorme Entwicklungen. Ob dabei ethische Grenzen überschritten werden steht aber nicht fest und die Schlagzeile kann auch sehr aufgebauscht sein. Es kann eben im Rahmen von Kosteneinsparungen passiert sein und ehrlich gesagt ist diese Abteilung wohl tatsächlich die, die am wenigsten für Meta leisten kann.

5. Fazit
Dennoch sollte man Aufhorchen. Wenn etwas aufgelöst wird, was aus gesellschaftlichem Druck heraus entstanden ist, dann sollte sich die Gesellschaft fragen, ob es vielleicht mehr Druck braucht. Und ja, eine eigene Abteilung wird ohnehin nie wirklich streng sein. Aber doch wenigstens dies ist doch nötig, wenn es schon keine hoheitliche Kontrolle gibt.
Vor allem aber wird Meta den anderen KI-Firmen als Vorbild dienen und auch sie werden sich lästiger Selbstregulierung entziehen – tatsächlich hat OpenAI das gerade auch getan. Die eigenen Prinzipien wurden überarbeitet und viele Passagen zur Kontrolle ersetzt durch sehr viel mehr Freiheit. Durch die personelle Achterbahnfahrt des Sam Altman wurde auch das Ziel der „KI zum Wohle der Allgemeinheit“ gefährdet und insgesamt reiht sich Meta dabei also in einen durchaus gefährlichen Trend ein.
