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ChatGPT schafft Test zum Wirtschaftsprüfer/Steuerberater!

Die allgegenwärtige KI ChatGPT hat nun nochmals ihr Können unterstrichen: Sie bestand den US-Test zum geprüften Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Wie geht so etwas und was bedeutet das für die Arbeitnehmer in der Branche und die KI-Entwicklung insgesamt? Und was hat es mit sogenannten PlugIns und Prompt-Engeneering zu tun? Es mag neben den täglichen Errungenschaften der Forschung und dem großangelegten KI-Training nicht sensationell klingen, ähnliche Meldungen gab es schon vor Monaten zu dem juristischen Staatsexamen der USA – doch sollte man sich nicht dem Gewöhnungseffekt hingeben. Eine solche Machtdemonstration kann weitreichende Folgen haben und zeigt sogar das Kernproblem der Diskussion über KI auf.

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1. Was ist geschehen?

Das Modell 4.0 von ChatGPT hat jüngst an der Universität Duisburg ein Modell-Examen durchlaufen. Geprüft wurde es anhand von originalen Examens-Fragen der Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterexamen der USA. Von den bis zu 300 Fragen hat der KI-Chatbot durchschnittlich 85% richtig beantwortet. Mit ganzen 10% weniger hätte er auch noch bestanden. Doch warum durchschnittlich? Viele sind verwirrt, weil angeblich verschiedene ChatGPTs im Einsatz waren. Dahinter steckt aber das neue Erfolgsstück des Chatbots. Es ist Treiber aller jüngeren Großerfolge der KI und heißt Prompt/PlugIn.

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2. Was sind diese verschiedenen Modelle?

In der Tat waren verschiedene Modelle von ChatGPT im Einsatz. Doch hierbei geht es nicht um die ständig neuen Versionen von 1.0 bis nun 4.0. Die letzte Version 3.5 hatte übrigens die nun bestandenen Prüfungen nicht geschafft und war deutlich durchgefallen. Hier wird sichtbar, wie schnell eine KI lernt und ihre heutigen Schwächen schon morgen überwunden haben kann. Gerade im Hinblick auf das Wesen einer künstlichen Intelligenz als „selbstlernende“ Maschine ist das bemerkenswert bis besorgniserregend.

Doch nun sind andere Varianten von ChatGPT gemeint: Die Uni Duisburg hat nämlich gleich dreimal verschiedene Formen der KI getestet. Einmal die Basis-Version 4.0, dann diese Version aber trainiert mit Prompts im Bereich Finanzen und einmal die Version mit einem sogenannten PlugIn.

3. Was sind Prompts und PugIns?

Prompts lassen sich gut mit dem deutschen Wort „prompt“ merken: Es geht um eine unmittelbare, direkte (prompte) Kommunikation. Ein Prompt ist dabei die Suchanfrage oder der Auftrag, den wir als Nutzer dem Chatbot liefern. Prompts lassen sich besser und schlechter formulieren, wovon ein großer Teil des Erfolgs bei der Arbeit mit Chatbots abhängt. Dementsprechend gibt es neuerdings sogar ein neues Berufsfeld, Prompt-Engenieering, das sich hiermit beschäftigt.

Ein PlugIn hingegen ist, wie der Name schon verrät, eine „einstöpselbare“ Erweiterung. Und das ist für ChatGPT natürlich eine entscheidende Neuerung, denn der Chatbot vom Stand 2021 kann nun je nach Branche oder Fachgebiet mit wenig Aufwand um vorgelerntes Wissen erweitert werden, sodass er wie eine KI dasteht, die genau für dieses Thema trainiert wurde. Nur, dass er eben zusätzlich die Fähigkeiten hat, die ja auch schon ohne PlugIn die halbe Welt gebannt haben.

4. Eine weitere bedrohte Branche?

Aber es kann doch nicht sein, dass man nicht einmal als examens-geprüfter Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater vor der KI-Revolution bzw. Disruption sicher ist! Und so ist es natürlich auch nicht. Es häufen sich zwar nun branchenübergreifend Berichte, in denen gefeuerte Mitarbeiter die Schuld bei ChatGPT sehen, doch lässt sich soetwas schlicht auch sehr medienwirksam vorspielen. Sicher ist: Die schnelle Entwicklung des Basismodells ist schon beeindruckend genug und wird in der Tat dazu führen, dass viele Tätigkeiten nicht mehr oder nicht mehr in dem Umfang von Menschen getan werden müssen. Doch besonders mit PlugIns könnte ChatGPT eine neue Stufe erreichen, die eine Regulierung in Europa bei gleichzeitiger Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger und schwieriger machen dürfte.

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