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ChatGPT speziell für Recht: Juristen-Chatbot entwickelt!

Die Fähigkeiten von ChatGPT beeindrucken bereits genug. Antworten einer Maschine, die wie die eines Menschen klingen? Ganze Aufsätze schreiben? Auch poetische Leistungen wie Gedichte oder Lieder? Und das waren alles nur Beispiele, die ChatGPT zeigt, während die Website lädt. Anstelle der nervigen Nachricht „Unsere Server sind überlastet“ schreibt der KI-Chatbot einen Rap-Song darüber! Doch nun trifft es auch die Juristen-Welt deutlich: Ein speziell für Vertragsmanagement gebauter Chatbot, der einer Juristen-Tätigkeit erstaunlich nah kommt.

Hellgraue Box mit Inhaltsverzeichnis und Anker

1. Was können „gewöhnliche“ Chatbots?

Ein Chatbot ist ein virtueller Gesprächspartner, zumindest nach außen hin. Dahinter steckt ein Computerprogramm oder spezieller eine KI, die auf vorgegebene Fragen, vorgegebene Antworten gibt. Das klingt extrem unspektakulär und nicht sehr viel weiter entwickelt, als es ein Taschenrechner ist. Auf die Frage „2+3=?“ kann dieser schließlich auch „5“ antworten. Der Unterschied liegt im Natural Language Processing (NLP), also dem „Verstehen“ von Alltagssprache. Es muss nicht per Tastatur eine „2“ eingegeben werden, sondern es kann etwa auch „Zwo“ ausgesprochen werden und die KI weiß dennoch, was gemeint ist.

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2. Sensation in der Rechtsbranche

Auch ChatGPT hat in der Rechtsbranche für viel Aufsehen gesorgt – und das nicht ohne Grund. Der KI-Chatbot bestand etwa den Multiple-Choice-Teil des amerikanischen juristischen Examens! Und das, obwohl das Ziel nie war, ihm Jura zu vermitteln. Hier wurde aber schon deutlich, welches Potenzial sich für einen Rechts-Chatbot ergibt. Schließlich ist es zwar sicher unterhaltsam, sich mit einem Chatbot über das Wetter, Gerichte, Gedichte oder den Aufsatz für die Hausaufgaben zu unterhalten. Doch ein wirklicher Mehrwert kommt vor allem dann zustande, wenn der Chatbot etwa einem Mandanten juristische Fragen beantworten könnte. Und im ersten Ansatz soll dies nun schon möglich sein.

3. Konversationen mit einem Vertrag führen?!

Ja, genau das ist der Sinn von ConvoAI. Entwickelt wurde diese KI von Agiloft, einem Unternehmen für Contract Lifecycle Management (CLM), das nun ihren Kunden nicht nur eigene Beratung zu komplexen Verträgen bietet oder Antworten liefert, was mit bestimmten Teilen des Vertrags gemeint ist – nun soll das der Chatbot für sie übernehmen!

ConvoAI soll das Reden mit dem Chatbot durch Natural Language Processing in Bezug auf Fragen zum Vertrag ermöglichen. Fristen, Ausstiegsklauseln, versteckte Hintertüren – all dies soll der Mandant nun eigenständig herausfinden, indem er mit ConvoAI darüber spricht.

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4. Der Mensch wird ersetzt – ein Schuss ins eigene Knie?

Nun fragt sich natürlich, warum Agiloft diesen Schritt geht, wenn doch durch den Chatbot nun ihr Geschäft übernommen wird. Schließlich zahlen ihre Mandanten Geld genau dafür, dass sich ihre Mitarbeiter Zeit nehmen und ihre Frage beantworten. Nun, da der Chatbot „läuft“ bedarf es keiner Arbeitszeit mehr. Die Fragen werde automatisch beantwortet.

Aber das zeigt nicht das gesamte Bild. Erstens lässt sich Agiloft die extrem teure Entwicklung der KI natürlich bei jeder Anwendung bezahlen. Zweitens kann Agiloft nun den verlangten Preis für die Leistung ein Stück absenken, was die Konkurrenz nicht mitgehen kann, und wird nun für etwas bezahlt, wo nur noch wenig Arbeit reingesteckt werden muss. Drittens können dadurch die jetzigen Mitarbeiter sich auf andere Sachen konzentrieren. Und schließlich muss der Chatbot jedoch auch stets weiterentwickelt und gepflegt werden. Agiloft hat hiermit ein skalierbares Produkt geschaffen, dass mit geringer Arbeitsinvestition von nun an Geld ins Haus bringt und dabei auch noch die Konkurrenz schlägt.

5. Was bedeutet das für Juristen?

ConvoAI ist bequem sogar über die Microsoft Teams Maske zu bedienen. Die Gespräche mit dem Chatbot sind intuitiv und oftmals sicher schneller, als einen Menschen zu erreichen.

Für Juristen zeigt es eins: Anstatt sich sicher zu wiegen in einem hoch komplexen Beruf, der viel mit Textverständnis zu tun hat, sollten sie die technische Entwicklung genau beobachten. Doch gleichzeitig sollte dies nicht als Bedrohung, sondern als Chance angesehen werden. So wie bei Agiloft gilt es auch für Kanzleien. Eine Kanzleisoftware etwa spart Zeit, was aber nicht Stellenstreichungen bedeutet sondern ein enormer wirtschaftlicher Vorteil ist. Ein Schuss ins eigene Knie ist Legal Tech damit nicht.

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