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ChatGPT wird immer dümmer!

Zahlreiche Medienberichte verweisen auf eine Studie der letzten Tage, die bezeugen soll, was viele schon lange vermuten: ChatGPTs Antworten werden wohl im Laufe der Zeit schlechter. Die Qualität lässt vom Model 3 zu 4 nach, im Vergleichszeitraum der letzten Wochen und auch schon wenn man mehrmals nachfragt, so die Forscher. Woran liegt das? Bedeutet das ein Ende des KI-Hypes? Wer fühlt sich nun bestätigt und wird nun zu viel Angst genommen?

1. Der Hintergrund

ChatGPT ist ein Chatbot, also einfach gesagt ein KI-gestützter machineller Gesprächspartner, der in Echtzeit eigens entwickelte Antworten gibt. Die Qualität dieser Antworten und die Individualität überraschten viele seit November, wo ChatGPT von OpenAI veröffentlicht wurde. Gerade in der Generation von Texten, Aufsätzen und Code war teilweise kaum von menschengeschriebenen Vergleichstexten zu unterscheiden. Das warf viele Fragen auf, erzeugte Probleme und schürte auch große Ängste in der allgemeinen Bevölkerung. Gerade der Blick in die Zukunft bereitete vielen Sorge – wie soll das erst in ein paar Jahren sein?

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2. Was ist nun passiert?

Und diese Sorge mag wohl auch berechtigt sein. Der entscheidende Faktor einer KI ist schließlich ihr Wachstum, dass womöglich gar exponentiell möglich ist. Je besser die KI wird, desto besser lernt sie wiederum und desto mehr steigert sie sich immer weiter.

Doch diese Spirale scheint nun durchbrochen, oder zumindest mal einen kleinen Dämpfer verpasst bekommen haben. Die besagte Studie will gezeigt haben, dass ChatGPT im Laufe der Zeit immer dümmer wird. Dies sei bei verschiedenen Tests herausgefunden worden, dass die Antworten des Chatbots immer schlechter würden.

3. Kann das sein?

An der Studie wird von Experten bemängelt, dass sie eher klein und auf spezielle Fragen bezogen war. Manche vermuten sogar, dass es ausschließlich an der Art der Fragen liegt, etwa auf Code bezogen. Beim Hauptanwendungsfall, dem generativen Schreiben, lasse sich so ein Trend hingegen nicht feststellen. Und doch passt die Studie in das Bild, das ohnehin schon viele haben. Bereits vor Wochen gingen Diskussionen in Fach-Foren los, ob ChatGPT nachlasse und warum. Es wird vermutet, dass das Modell 4, was tatsächlich stimmt, die Antworten des Chatbots sehr viel schneller generiert und entweder OpenAI dabei an Serverkapazität spart oder für die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit Qualität hergibt. Bedeutet: Hier ist nicht das Ende des KI-Hypes zu sehen und berechtigte Sorgen sollten auch nicht aufhören. Wenn überhaupt geht es hier vielleicht nur um kalkulierte Kostenersparnis.

4. Eine andere, gefährlichere These

Nicht auf diese Studie bezogen, doch generell muss sogar noch mehr befürchtet werden: Chatbots ziehen ihr Wissen grundsätzlich aus Trainingsdaten. Diese müssen hochqualitativ sein. Doch ebenso wird beim Anlernen von KIs die riesige kostenlose Datenmenge des Internets verwendet. Und als fertiger Chatbot greift ChatGPT heutzutage zum Beispiel auch auf Wissen aus dem Netz zurück, was seiner Aktualität einen riesigen Vorteil bringt. Doch je mehr KI-geschriebener Inhalt sich im Internet wiederfindet, umso häufiger lernen KIs voneinander. Das klingt bedrohlich, doch vor allem macht es die KIs schlechter: Leider werden viele Artikel, Webseiten oder Aufsätze im Internet nicht richtig kontrolliert vor der Veröffentlichung. Besonders in Zukunft wird das zunehmen. Ein einmal gemachter Fehler wirkt sich dann aber womöglich auf unzählige KIs aus, die diesen „lernen“ und das in einem Maßstab von Milliarden an GigaBites. Der Tag, an dem Anwälte sich blind auf den Text einer KI als Lösung verlassen können, ist also noch nicht ganz in Sicht.

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