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Google kontert auf ChatGPT: KI-Chatbot Bard führt jedoch zu 100-Milliarden-Dollar-Panne!

Google hatte angekündigt, die Zusammenarbeit von Konkurrent Bing und ChatGPT zu kontern mit der Bekanntmachung eines eigens entwickelten KI-Chatbots. Die Antwort von Google auf ChatGPT heißt Bard und sie soll die Suchmaschine revolutionieren. Google hat beim Thema Chatbots seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 einiges aufzuholen. Wie im letzten Blogbeitrag beschrieben scheint Google überrumpelt von dem Erfolg des Chatbots und nun der Integration in Bing und Edge von Microsoft. Es musste also eine Antwort her, doch war sie vielleicht unter zu viel Zeitdruck entstanden? Auf jeden Fall führte eine typische und sinnbildliche Panne bei der Bekanntgabe von Bard zum 100-Milliarden-Einsturz der Aktie! Vielleicht war die Ankündigung so überstürzt, um Microsoft zuvor zu kommen, das am nächsten Tag sein ChatGPT-gestütztes Bing vorstellen wollte.

Hellgraue Box mit Inhaltsverzeichnis und Anker

1. Die Vorgeschichte

Nach der Ankündiung von Microsoft, man wolle ChatGPT von Open AI zukünftig direkt in Bing und Edge integrieren (mehr dazu im unserem Beitrag „Wettlauf um KI: Verliert Google wegen ChatGPT das Rennen gegen Bing?“) war Google deutlich unter Zugzwang gesetzt worden.

Seit November schien es so, als sei der Tech-Gigant beinahe überrascht von der Veröffentlichung und dem darauffolgenden Hype um ChatGPT. Der bekannteste Chatbot und der erste, der wirklich die breiten Massen erreicht stammt nicht aus dem Haus Google. Und das, obwohl der Konzern seit Jahren an KI forscht und Vorreiter sein möchte in dem Gebiet. Nun hatte Google nmittelbar nach der Nachicht von Microsoft eine eigene Pressekonferenz angekündigt sowie bereits den starken Ausbau derKI-Entwicklung.

2. Was ist Bard?

Nun also reagiert Google und bringt einen eigenen Chatbot an den Start. KIs hatte Google schon einige entwickelt und die meisten stecken auch heute noch in der Suchmaschine oder etwa bei Google Maps. Der Übersetzer von Google sowie die Spracherkennung und verschiedene Musik- und Bilderkennungsprogramme nutzen sie. Auch der neue Chatbot Bard soll auf einem früher entwickelten System basieren. In Googles Blog wird beschrieben, dass der Chatbot auf LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) basieren soll, bzw. auf einer abgespeckten Version, damit mehr Menschen ihn testen können.

Google Bard AI Logo (Quelle: Google)

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3. Was kann Bard?

Bard ist zunächst ein Chatbot wie auch ChatGPT es ist, allerdings mit gewissen Google-Vorzügen. Besonders relevant ist, dass Bard nicht auf den Wissensstand von 2021 begrenzt sein soll, sondern in Echtzeit Zugang zum gesamten Internet haben soll. Dies würde ihm besonders bei tagesaktuellem Geschehen, gesellschaftspolitischen Themen sowie neuesten Entwicklungen einen karen Vorteil verschaffen. Gleichzeitig muss Google drauf achten, dass der Chatbot nicht irgendwelche gerade erst erschienen Quellen benutzt, die möglicherweise noch nicht verifiziert sind. Bard soll bereits im nächsten Monat öffentich nutzbar sein. Hete ist er das schon für ausgewählte Tester.

4. Vorteilsfaktor Alphabet

Hier wird deutlich, wie unfair das Rennen zwischen Bing und ChatGPT gegen Google und Bard werden könnte. Finanzielle Ressourcen dürften auch bei Microsoft kein Problem sein, doch steht der Mutterkonzern von Google mit allem bereit, was man sich für die Entwicklung eines erfolgreichen Chatbots wünschen könnte. Viele Milliarden wurden mindestens seit 2015 in die Förderung von Start-Ups gesteckt. Auch eigene KI-Systeme wurden entwickelt. Und für das Anlernen der KI als Chatbot stehen unfassbare Mengen an gesammelten Daten zur Verfügung. Es würde einen wundern, wenn das Unternehmen im Internet-Markt Google es nicht schafft, einen Chatbot zu entwickeln der mit Open AI mithalten kann.

Quelle: Yahoo

5. David gegen Goliath

Das Sinnbild passt nur auf den ersten Blick, denn auch hinter ChatGPT stecken enorme Investitionen und spätestens seit dem Chatbot-Erfolg ist das Unternehmen weltweit bekannt. Zudem sind Sensationen wie TikTok oder andere Internetplatformen nicht immer eine planbare Sache. Sicher sind die Möglichkeiten bei Google riesig, zukunftsrelevante Technologie zu erkennen und für eigene Zwecke zu nutzen. Doch ist Beliebtheit nicht immer eine Frage des Marktwertes.

Und so ist es momentan auch der Underdog, der das Rennen anführt. Denn Googles Vorstellung des Chatbots ging mächtig nach hinten los.

6. Aktiensturz aufgrund typischen Problems

Denn ausgerechnet bei der Präsentation des neuen Chatbots geht etwas schief. Bard sollte gerade seine Stärke beweisen, indem er statt der gewöhnlichen Auflistung von Websites als Antwort auf eine Frage nun in ganzen Sätzen antworten sollte. Und zwar persönlich zugeschnitten auf die konkrete Frage. Im vorgeführten Beispiel sollte Bard sagen, was ein neunjähriges Kind wohl am James-Webb-Teleskop interessieren könnte. Doch eine der Antworten von Bard war leider faktisch nicht korrekt und bezog sich auf ein anderes Teleskop. Hier zeigt sich, dass die sprachliche Eloquenz von Bard aber auch ChatGPT eben nicht mit wirklicher Intelligenz in jedem Feld gleichgesetzt werden darf. Nach der Panne fiel der Aktienwert von Alphabet um ganze 100 Milliarden Dollar.

Hier zeigt sich, dass die sprachliche Eloquenz von Bard aber auch ChatGPT eben nicht mit wirklicher Intelligenz in jedem Feld gleichgesetzt werden darf.

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