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Erneuter Einbruch des Legal-Tech-Markts!?

Man muss schon fast sagen „mal wieder“ wird das Ende einer ganzen Branche gesehen: Die Investitionen in einem bestimmten Gebiet von Legal Tech gingen im Jahr 2022 stark zurück bzw. werden für 2023 deutlich geringer prognostiziert als noch in 2021. Viele sehen sich bestätigt, dass erneut ein Hype-Markt es zwar lange geschafft hatte, oben mitzuschwimmen, jedoch schlussendlich eben doch nichts anderes als ein Hype sei. Man habe es immer schon gewusst und „Der Fortschritt ist unaufhaltsam“ kann man in Zeiten wie diesen ja ohnehin nicht mehr so einfach sagen. Was hiervon stimmt und was ist lediglich reißerischer „Click-Bait“?

1. Click-Bait

Mit diesem Begriff wurde zunächst hauptsächlich das Phänomen auf Plattformen wie YouTube bezeichnet, dass sowohl der Titel eines Videos, als auch das Thumbnail, also das Vorschau-Bild, etwas anderes vermittelten, als das Video es dann schließlich tat. Oftmals wurden sensationelle und besondere Dinge durch Bild und Titel angekündigt, die dann nicht in dem Ausmaß, oder aber gar nicht Teil des Inhalts wurden.

Nachdem sich dieses Phänomen immer weiter durchgesetzt hatte, kamen YouTuber auf die nächste Idee: Titel lauteten nun etwa „Der Zerfall der Legal-Tech-Branche – kein Clickbait!“ um das Versprechen der Richtigkeit nochmals zu verstärken. Doch spätestens als sie sich auch hier wieder als leere Versprechungen herausstellten war das Vertrauen verloren. Ziel des eigentlichen Click-Bait ist es natürlich, Zuschauer zu einem gerade nicht herausragenden Video zu locken.

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2. Die Auswirkungen von Click-Bait

Entscheidend ist, dass es den Hochstaplern eben nur auf den „Click“ ankam. Dass viele Zuschauer das Video beenden, sobald sie merken, dass es überhaupt nicht so sensationell ist, wie es vorgibt zu sein, ist ihnen egal. Zuschauer bleiben viel eher doch bei einem bereits angefangen Video, als dass sie überhaupt auf eines klicken, dass ihnen nicht spannend vorkommt.

Dass somit aber die Korrelation zwischen Titel und Inhalt beinahe schon egal wird hat aber problematische Auswirkungen. Indem sich immer und immer reißerischere und unwahrere Titel entwickeln werden auf den ersten Blick völlig falsche Bilder erzeugt. Wenn jemand nun etwa nur durch seinen Feed scrollt und sich nicht die eigentlichen Videos (oder Artikel usw.) ansieht, beeinflussen ihn die falschen Überschriften bewusst oder unterbewusst. Gerade im sehr schnellen heutigen Zeitalter liest sich aber doch kaum jemand einen ganzen Artikel durch. Die Überschrift und vielleicht die Einleitung müssen genügen.

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3. Thema Legal Tech

Was hat das nun alles mit Legal Tech zu tun? Auch hier geschieht genau das in der medialen Berichterstattung. Ein Titel wie „Legal Tech geht unter“ zieht eben deutlich besser als „Investitionen hatten in einem speziellen Segment in Verbindung mit dem Ukraine-Krieg einen kurzzeitigen Rückgang“. So stimmt es aber! Tatsächlich gab es im Zuge der globalen Unsicherheit im Markt einen Rückgang an Investitionen so gut wie überall. Betroffen sind eben auch riesige Tech-Anbieter, die als kleinen Unterbereich auch Legal Tech betreiben. Hat das wirklich etwas mit Legal Tech zu tun? Hat das etwas mit der Digitalisierung der Rechtsbranche in Deutschland zu tun? Bedeutet das, dass eine Kanzlei-Software unnötig ist? Natürlich nicht! Aber wer sich diese Fragen nicht stellt und nicht offen dafür ist, sich eine begründete Meinung zu bilden, der lässt sich schnell durch Click-Bait beeinflussen – vielleicht auch, weil dort gesagt wird, was man hören möchte, wenn man sich eben auch selber Legal Tech als Hype vorstellt oder aber als unnötige Arbeit für die eigene Kanzlei.

4. Zwei Seiten der Medaille

Fairerweise muss aber auch erwähn werden, dass dies für beide Richtungen gilt: Neben den Schwarzsehern und Innovationsverweigerern gibt es eben auch solche, die Click-Bait mit Titeln wie „In 2 Jahren gibt es keine Kanzlei ohne Legal Tech mehr“ oder gar „Das Ende der menschlichen Juristen“ nutzen. Auch hier muss hinterfragt werden. Selbstverständlich ist es nicht so, dass Menschen ersetzt werden. Ob sich Kanzleien tatsächlich aktiv gegen Automatisierung stellen können und trotzdem konkurrenzfähig bleiben ist abzuwarten. Mit Panikmache ist jedoch keinem geholfen, außer dem Panikmachenden selber. Viel eher gilt es, durch die konstruktive Erklärung, das Zeigen von Beispielen und durch eine sachliche Berichterstattung die Menschen abzuholen und ihnen eine Seite der Medaille zu zeigen, die sie vielleicht noch gar nicht kennen. Nur so lässt sich ein Buzz-Word wie Legal-Tech von den click-bait-erzeugten

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