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Hackernetzwerk HIVE und neue Studie zum Ausmaß von Angriffen

Bereits vor einigen Wochen war es nach langer Vorbereitung endlich gelungen, einen der größten Schläge gegen Cyberkriminalität der letzten Jahre zu landen. Ein internationales Team unter Führung der USA hatte das Hacker-Netzwerk „HIVE“ ausgeschaltet. Beteiligt waren auch deutsche Ermittler und die Staatsanwaltschaft. In der Zeit vor dem Zugriff habe man zudem bereits Lösegeldforderungen von insgesamt 130.000.000 Dollar abwenden können. Passend dazu zeigt eine neue Studie zu Cybersicherheit, dass beängstigende 75% der Deutschen bereits Erfahrungen mit Cyberangriffen gemacht haben. Wie schütze ich mich vor diesem anscheinend immer lukrativerem und hoch organisierten Verbrechen?

Hellgraue Box mit Inhaltsverzeichnis und Anker

1. Was ist HIVE?

Die Hackergruppe Hive ist eine auf Ransome-Software spezialisierte kriminelle Organisation. Durch Verschlüsselung sensibler Daten sowie dem Drohen mit der Veröffentlichung selbiger erbeuten sie Lösegeld von ihren Opfern. Dabei gehen sie gegen Großunternehmen, mittelständische Kanzleien bis hin zu Privatpersonen vor. In den letzten Jahren sollen sie so nach US-Angaben mehr als 92 Millionen Euro erbeutet haben.

Bild: Tagesschau

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2. Was ist Ransome-Software?

Doch wie schaffen sie es, anscheinend mühelos auf private Computer und sogar besonders gesicherte Server von Großunternehmen zuzugreifen? Ransome-Software ist eine Form der Schadsoftware und damit ein Computerprogramm als Skript, das – sobald es einmal auf dem Computer aufgespielt ist – dort Daten auslesen kann. Häufigster Fall der Ransome-Software ist ein Programm, das den betroffenen Computer sperrt und direkt dabei zur Freischaltung ein Lösegeld fordert. Die Abwicklung der Zahlung erfolgt standardmäßig über Bitcoin. Die Ransome-Software lässt sich über Scam-Emails aber auch gezielte Angriffe einfangen.

3. Neue Studie zeigt erschreckende Fallzahlen

Der Branchenverband Bitkom hat in einer Studie das Ausmaß von Cyberkriminalität in Deutschland erforscht. Nach Tagesschau-Angaben seien mehr als 75% der Befragten von Cyberkriminalitat betroffen. Hierzu zählten Datenweitergabe, Betrug beim Online-Shopping sowie Angriffe mit Schadsoftware. Dabei sei der größte Teil auf die oben beschriebene Verschlüsselung, Lösegelderpressung und Datenweitergabe zurückzuführen. Nicht betroffen seien 22% der Befragten, wobei alle von dem Thema gehört oder betroffene Bekannte hatten.

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4. Negativer Trend

Der Blick auf die letzten Jahre zeigt: Immer mehr Menschen sind von Hacker-Angriffen oder anderer Cyberkriminalität betroffen. Waren es im Jahr 2020 noch 34% ohne Erfahrungen mit Cyberattacken und 2019 sogar noch über 40% so sind es nun eben nur noch 22%.

Ebenso fatal: Von den Betroffenen reagierte ein Drittel überhaupt nicht auf den Vorfall. Die Hälfte wendete sich an Freunde und nur weniger als 20% wendeten sich an die Polizei und erstatteten Strafanzeige.

Mehr zum Thema in unserem vorigen Beitrag zu „CMS Hasche Sigle und Twitter: Hackerangriffe“.

5. Wie kann ich mich schützen?

Speziell für Kanzleien gilt: Wer einen eigenen Server betreibt muss sich sehr gut auskennen. Kanzleien sind offensichtlicher Weise ein beliebtes Ziel für Hacker, die auf sensible Daten aus sind. Der Druck der Mandanten führt auch oft dazu, dass Kanzleien sich gezwungen sehen, tatsächlich das Lösegeld zu zahlen. Leider sind die technischen und finanziellen Mittel der professionellen Hacker-Netzwerke weit größer, als die einer normalen Kanzlei. Wer Sicherheit haben möchte sollte daher die IT-Verwaltung an Profis abgeben. Etwa bei der Nutzung von Legalvisio fällt die Sorge um IT-Sicherheit weg, da wir als Kanzleisoftware stets die professionelle Cybersecurity bieten können, während ein Anwalt neben dem Tagesgeschäft hierfür meist keine Zeit hat.

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