Erster Schritt, wenn man von einer tollen App hört? Natürlich der App Store, der so ziemlich jede App bereit hält und gebündelt zur Verfügung stellt. Heute noch seine Apps als Programme einzeln von einer CD oder Disk herunterladen und jeweils beim Anbieter eine Lizenz dazu erwerben? So war bisher der Stand für Legal-Tech-Programme – aber nicht mehr lange:
Einen App-Store für Legal-Software
Der Komfort eines App-Stores liegt besonders darin, dass er auf einen Click alle Apps bereithält, sie aber dennoch übersichtlich ordnet, sie jeweils direkt erworben werden können und je kompatibel mit dem Smartphone/PC sind. Diese Vorteile möchte nun Reynen Court auch für Legal-Tech-Software bieten. Auf der gleichnamigen Plattform wird eine Übersicht und Vor-Prüfung der Produkte angeboten und es soll auch kleineren oder neueren Anbietern ermöglicht werden, ihre Software launchen zu können. Dabei soll die einheitliche Plattform es Unternehmen und Kanzleien möglich machen, die jeweils für sie interessanten Software-Pakete zu finden, zu kaufen und auf einfache Art in ihre eigenen IT-Prozesse einzupflegen – durch eine geschickte Methode.
Containerisierung
Bisher ist ein oft großes Problem, die neue Software mit den kanzlei- oder unternehmensinternen IT-Strukturen zusammenzuführen. Das Einpflegen, Testen und Lizensieren kann da so manchen Technik-Muffel abschrecken. Wenn die Installation do so einfach wäre wie eine App im App-Store herunterzuladen… Doch das ist gar nicht so einfach, weil die verschiedenen Entwickler und Herausgeber der Software jeweils eigene Anforderungen haben.
Das lässt sich ein bisschen so vorstellen wie es früher der Fall im Gütertransport war: Jeder Container, der auf einen Zug oder einen LKW oder ein Schiff geladen wurde, hatte eine andere Größe, Form und ein anderes Gewicht. Das hat das Verladen es unübersichtlich und schwer zu kombinieren gemacht. Heute aber gibt es vereinheitlichte Container-Maße, die weltweit anerkannt sind. Das Verladen von etwa einem Schiff auf einen LKW ist enorm vereinfacht worden.
So soll auch das Herunterladen von Legal-Tech Software auf der Plattform von Reynen Court „containerisiert“ – also vereinheitlicht – werden. So können die entsprechenden Pakete vollkommen unkompliziert in das Unternehmen oder die Kanzlei übernommen oder ausgetauscht werden.
Fremd-Hosting durch Drittunternehmen
Während Reynen Court dabei davon ausgeht, dass die Kunden die Produkte selber hosten, gibt es bei anderen Plattformen auch die Ideen, dass diese die Produkt-Lizenzen erwerben und sozusagen für die Kanzlei oder das Unternehmen hosten, sodass diese auf eine gewisse Zeit die Produkte anmieten können. Hierbei spart man sich einiges an Aufwand bezüglich der Lizenzen und ist zeitlich flexibler. Dafür ist man jedoch an Drittanbieter gebunden und von ihnen abhängig.
